Ausstellung «Träume in Pastell»

Galerie kunstzürichsüd, Adliswil

6.-29. August 2026

 

 

Träume in Pastell

 

Zarte, fast transparente Töne. Deshalb wird die Pastellmalerei gerne für Porträts, Landschaften und Stimmungen verwendet. Kunstgeschichtlich gesehen, war die Pastelltechnik besonders im >Rokoko sehr beliebt.

 

 

 

Die berühmteste Pastellmalerin ist die Venezianerin Rosalba Carriera (1765-1757). Sie setzte als erste Künstlerin ausschliesslich auf Pastellkreide – und erzielte damit so grosse Erfolge, dass man sie als «Pastellkönigin» feierte. Ihre Pastell-Porträts waren nicht nur von italienischen Adligen begehrt, sondern auch von französischen Königshöfen.

 

Rosalba Carriera (1675-1757). Betende Madonna, 1725-30. Sala dei pastelli. Ca'Rezzonico Venezia.

 

>mehr über Rosalba Carriera

 

 

 

Woher stammt der Begriff Pastell?

 

Er leitet sich aus dem italienischen «pasta» ab, was für Teig steht. Farbpigmente werden zu einem Teig vermischt und dann zu Kreide oder Farbstiften verarbeitet. Unter Pastelltönen versteht man Farben mit sehr hohem Weissanteil, was zu zarten Tönen führt.

 

Diese drei Hauptsorten lassen sich unterscheiden: Weich-, Hart- und Ölpastell.

 

Weichpastell hat einen hohen Pigmentanteil und wenig Bindemittel, deshalb wirkt es besonders farbintensiv und samtig. Es lässt sich sehr gut verwischen und für weiche Übergänge nutzen.

 

Hartpastell enthält mehr Bindemittel und ist dadurch fester, stabiler und weniger brüchig. Es eignet sich gut für Konturen, Vorzeichnungen und feine Details, mischt sich aber nicht so leicht wie Weichpastell.

 

Ölpastell ist nicht trocken, sondern mit Öl und oft auch Wachs gebunden. Es hat eine cremige, eher malerische Konsistenz, haftet auch auf glatteren Untergründen und wird nicht wie Trockenpastell verstäubt.

 

 

Die vier ausstellenden Künstlerinnen:
v.l. Kristina Tokareva, Christel Desmoinaux, Antoinette Lüchinger, Elena Terentieva.

 

 

>Marcellos Movie. Marcel Weiss stellt
die Künstlerinnen und ihre Werke vor.

 

 

 

 

Alle Ausstellungen in der

Galerie Adliswil ab 2025

 

 

>Alle ausstellenden Künstler:innen
von A-Z ab 2025

 

 

Titelbild (Ausschnitt)

Antoinette Lüchinger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Christel Desmoinaux (1967)

 

Das Kinderbuch «Momo», erschienen 2024.

 

 

 

 

Christel Desmoinaux

 

Sie stammt aus Nogent-sur-Marne bei Paris. In Paris erhielt sie auch ihre Ausbildung im Bereich Grafik und Design. Seit 1988 illustriert sie Publikationen von Kinderbuchverlagen. 2010 verliess sie Paris und zog in die Schweiz. Seit 2021 ist sie Mitglied bei kunstzürichsüd. Als Malerin konzentriert sie sich auf abstrakte Werke im Stil der Farbfeldkonstellation – ihr Vorbild dabei ist Mark Rothko. >Ausstellung März 2025


Für die Illustration ihrer Kinderbücher bevorzugt sie die Pastelltechnik. Sie illustriert diese Bücher nicht nur, sondern verfasst sie auch selbst. Sie richten sich an Kinder im Vorschul- und Grundschulalter. Zu ihrem Oeuvre gehören rund 40 Titel, darunter eines ihrer erfolgreichsten Werke «Plouk» (erschienen 2002), das in den frankophonen Ländern wie Frankreich, Belgien und Kanada weit verbreitet ist und sogar auf chinesisch erschien. Es handelt von einem Pinguin in der Arktis (!), der Angst vor dem Wasser hat und glaubt, nicht schwimmen zu können. Dann trifft er auf das Eskimomädchen Touka, das ihn von seinen Ängsten befreit. Witzig und augenzwinkernd, wie alle Bücher von Christel Desmoinaux. Mit kurzen, humorvollen Texten und vor allem mit lieblichen und spassigen Tierfiguren.

 

In ihrem neueren Buch Momo (erschienen 2024) bringt sie ihren jungen Lesern auf sympathische Weise einen mächtigen, aber schüchternen Gorilla näher, der ständig von frechen Nasenaffen gehänselt wird und sich deshalb traurig zurück zieht. Aber dann taucht seine «kleine Freundin» auf, ein süsser Koboldmaki. Dieser baut ihn wieder auf und hilft ihm, über sich hinauszuwachsen und Selbstvertrauen zu gewinnen. Und so wird der kleine Maki seine «toute petite grande amie», wie er im Untertitel heisst.

 

In dieser Ausstellung präsentiert die Künstlerin ausschliesslich Pastellwerke, die in Zusammenhang mit ihren Illustrationen in Kinderbüchern entstanden sind.

 

>weitere Werke von Christel Desmoinaux

 

>Website der Künstlerin

 

 

 

Antoinette Lüchinger (1951)

 

Wellen. 39x28cm.

 

Mohnwiese. 39x29cm.
 

Vase. 29x39cm.

 

 

Antoinette Lüchinger


Zu ihrer Aktivzeit war die Zürcherin beruflich im kaufmännischen Bereich tätig, später auch in der Politik und im Journalismus mit Schwerpunkt Kultur und Wirtschaft.

 

Erst nach ihrer Pensionierung steigt sie in die Kunst ein. Ihre Kunstkarriere beginnt sie mit einem 3-jährigen Diplomkurs für Gestaltung und Design bei der Migros-Klubschule. Sie startet mit Aquarellieren und Acrylmalerei. Seit 2023 ist sie Mitglied bei kunstzürichsüd und stellt hier auch aus. >Ausstellung April 25
>Ausstellung November 25

 

Heute wohnt sie in Jona. Sie befasst sich auch mit Bildhauerei und Fotografie. Zudem produziert sie Kurzfilme, zum Beispiel für die Freiwilligenarbeit in der Kirche Rapperswil-Jona. Oder erstellt Videos von Reisen, die sie ihrem Publikum vorführt.

 

Vor rund drei Jahren hat sie mit der Pastellmalerei begonnen. Die Pastelltechnik eröffnete ihr neue Möglichkeiten. So fertigt sie nun viele ihrer Bilder in Mischtechnik. An der Pastelltechnik faszinieren sie die zarten, fast transparenten Töne.

 

In der Ausstellung «Träume in Pastell» zeigt sie Pastellwerke, die diesen transparenten Look gut rüberbringen. Wie bei den zart türkis-farbenen Wellen, die am Meeresstrand als Gischt landen.


«Für mich ist Malerei ein Spiel mit Farben, Formen und
Techniken. Um Reales und Abstraktes, Gefühle und Gedanken
auszudrücken. Eine eigene Welt und eine kreative Sprache,
die keine Worte benötigt und dafür sorgt, dass alle verstehen, was gemeint ist», sagt sie.

 

 

>Website der Künstlerin

 

 

Elena Terentieva «Elia Tera»
(1980)

 

Morteratsch- Gletscher 2026. Softpastel, Canson 65x50cm.

 

Two Waves. Softpastel, Canson 40x50cm.

 

Poppies at sunset. Softpastel, Canson 21x29cm.

 

Elena Terentieva


Die Künstlerin stammt aus Moldavien und lebt heute in Adliswil. Sie hat sich den Künstlernamen Elia Tera zugelegt und sagt:

«Für mich ist Malerei ein Akt der Erkundung. Ohne Neugier gibt es keine Entdeckung. Jedes Werk ist Teil einer fortwährenden Suche nach Sinn, Schönheit und dem im Motiv verborgenen Wesen. Meine Bilder sind der Versuch, nicht das Erscheinungsbild der Welt einzufangen, sondern ihre Präsenz».

 

Ihre künstlerische Palette reicht von farbstarken Acrylwerken

(>Ausstellung Juni 25) bis zu zarten Blumenpastellen im Softlook. In der aktuellen Ausstellung präsentiert sie nun erstmals Werke, die ganz der Technik des Softpastells gewidmet sind.

 

Ihre Bergwelten und Landschaften führen den Betrachter in die Schweizer Alpen- und Gletscherwelt. In der Serie «Meer und Wellen» zeigt sie in ihren Pastellen die Kraft der Natur. Die tobenden Wellen malte sie in ihren Lieblingstönen: Türkis und Grün. Ergänzt wird die Serie durch ruhige Ansichten des Zürich- und Ägerisees. Ihre botanische Reihe ist der Schönheit der Blütezeit gewidmet. Mit blühenden Birnen- und Mandelbäumen und Magnolien. Und mit Mohnblumen, die für die Vergänglichkeit und Zartheit der Natur stehen.

 

Seit Januar 2025 erteilt sie im Atelier kunstzürichsüd verschiedene Kurse in Pastellmalerei – für Kinder und Erwachsene. Sie verfügt über eine fundierte pädagogische Ausbildung, hat sie doch drei Jahre lang Grundschullehramt studiert und danach eine Universitätsausbildung genossen, die auch Zeichendidaktik umfasste.

 

In dieser Ausstellung zeigt Elena Terentieva neben ihren eigenen Arbeiten auch Werke ihrer Schülerinnen und Schüler. Die von ihr betreuten Kinder sind 8/9-jährig und stammen aus allen Schichten. Unter den Kursteilnehmern der Erwachsenen befinden sich auch Mitglieder von kunstzürichsüd, wie >Stéphane Kleeb, >Bettina Marion Ulrich und >Lu Kuznetsova.

 

 

>Werke von Schüler:innen (PDF)

 

>weitere Werke von Elena Terentieva (PDF)

 

>Website der Künstlerin

 

 

Kristina Tokareva
(1987)

 

Matterhorn. Softpastel 19x28cm.

 

Sunset on
the Zugersee. Sofpastel 40x30cm.
 

Free Fly. Softpastel 30x40cm.

 

 

Kristina Tokareva


Sie stammt aus dem russischen Jekatarinburg und lebt seit 2019 in Zürich. Sie hat eine Ausbildung in Wirtschaft und Marketing, beschäftigt sich heute aber vor allem mit musischen Dingen: Neben der Malerei spielt sie Klavier und Gitarre, komponiert Lieder und Gedichte und singt im Chor und als Solistin.

 

Dazu sagt sie: «Poesie, Musik und Malerei sind für mich untrennbar miteinander verbunden: Sie ermöglichen es mir, Gefühle und Emotionen frei auszudrücken, die die meisten Menschen im Alltag verbergen».

Kristina Tokareva malt am liebsten mit Softpastell – mit dieser Technik ist sie in der Ausstellung «Träume in Pastell» in ihrem Element. Hier zeigt sie nun ihre Leidenschaft und meint dazu: «Das Thema der Ausstellung erinnert mich an Freiheit, Schönheit und Inspiration.

 

Und was inspiriert sie in der Kunst am meisten? «Natürlich die Natur! Typische Schweizer Landschaften: Berge, Seen, Wiesen, Nebel, Wolken, Tiere. Weite Naturräume verdeutlichen den wahren Platz des Menschen in der Welt».

 

Vor allem den Umgang mit Lichtstimmungen versteht sie meisterhaft. Ihre eindrücklichen Sonnenuntergänge am Wasser oder in der Landschaft belegen das. Beim Sonnenuntergang am Zugersee ist gut erkennbar, wie die Künstlerin das ruhige Wasser hinbekommt: Indem sie das Weichpastell mit den Fingern verreibt. So entstehen diese fast transparenten Pastelltöne.

 

Und wie erreicht man jene feinen Striche, die unter dem Gleitschirm erkennbar sind? Diese kontrastieren geradezu zum verriebenen Weichpastell. Für scharfe Striche und Konturen verwendet die Künstlerin einen Pastellstift, ähnlich einem Farbstift. Genauer: Eine Mine aus trockenem Pastellmaterial, die von Holz ummantelt ist. Der Pastellstift lässt sich wie ein Bleistift führen und ist ideal für das Zeichnen von Linien oder Konturen.


>weitere Werke von Kristina Tokareva (PDF)

 

>Facebook-Account der Künstlerin

 

 

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