Museo Picasso, Malaga.


Picasso ist zwar 1881 in Malaga geboren, hat dann aber mit 19 Jahren seiner Geburtsstadt den Rücken gekehrt und seinen Weg zum Weltstar in Barcelona und Paris gemacht. Nach Malaga kehrte er nie mehr zurück.

 

In Barcelona bekam er schon früh und noch zu seinen Lebzeiten sein Museum – in Malaga erst 30 Jahre nach seinem Tod 1973, also 2003.

 

Das Museum in Malaga zeigt eine grossartige und umfangreiche Kollektion – ausser der blauen und rosa Periode. Wie aber war es möglich, 2003 noch eine so kostspielige Sammlung mit 200 Werken zusammen zu bringen? Auf dem Kunstmarkt hätte sie Milliarden gekostet. Des Rätsels Lösung: die Picasso-Erben haben dem Museum die Kostbarkeiten für 50 Jahre als Leihgabe überlassen.

 

 

katalog

 

 

Das Museo Picasso Malaga ist in einem andalusischen Palast aus dem 16. Jahrhundert untergebracht, der im Herzen der Altstadt liegt (leicht zu Fuss erreichbar). Der Palast wurde modernisiert und museumsgerecht umgerüstet. Von 1961 bis 1997 war hier das «Museo de Bellas Artes» untergebracht (diese Sammlung ist jetzt im >Museo de Malaga zu sehen).

 

 

Die Fundacion Picasso.

 

Unweit des Picasso-Museums liegt auch Picassos Geburtshaus: An der Plaza de la Merced. Dort ist heute die «Fundacion Picasso» untergebracht. Wie Picasso dort gelebt haben könnte, erfährt man allerdings nicht wirklich. Und auch sonst gibt es nur wenig zu sehen. Ein paar nahezu nackte und auf modern getrimmte Zimmer, spärliche Möbel und ein paar Familienfotos. Und Zeichnungen, die nicht einmal vom Meister stammen. Aber immerhin gibt es hier ein wichtigtuerisches Fotografierverbot. Die Frage muss erlaubt sein: Wem soll dieses Fotoverbot nützen?

 

 

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Geburtshaus von Pablo Picasso an der
Plaza de la Merced in Malaga.

 

 

 

Titelbild (Ausschnitt)

Pablo Picasso (1881-1973).

Badende, 1971. Museo Picasso Malaga.

 

 

 

Fotos:

Im Museo Picasso Malaga ist Fotografieren nicht erlaubt. Die auf dieser Website verarbeiteten
Fotos sind Reproduktionen von im Handel
erhältlichen Posters und von Fotos aus dem
Museums-Katalog©Museo Picasso.

 

Photos:
Photography is not allowed in the Museo Picasso Malaga. The images processed on this website are
photos taken from reproductions of commercially available posters and from photos in the museum catalogue©Museo Picasso.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Porträt von Lola (Schwester des Künstlers), 1894. Museo Picasso Malaga.

 

1894: Bildnis von Schwester Lola.

Picasso ist erst 13, als er dieses Porträt seiner drei Jahre jüngeren Schwester Maria Dolores «Lola» malt. Er signiert es noch mit seinem ersten Namen Ruiz (so heisst sein Vater).

 

Entstanden ist das Bild aber nicht mehr in seinem Geburtshaus in Malaga, sondern in La Coruna, wo Vater José Ruiz eine Lehrerstelle innehat.

 

1895 zieht die Familie Ruiz-Picasso weiter nach Barcelona, wo der 14-jährige Pablo in der Kunstschule La Llotja studieren darf. In der gleichen Schule ist der Vater als Lehrer tätig.

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Museo Picasso,
Malaga.

 

1908: Stehende Frau mit Hand auf der Hüfte.

 

Von Picassos >blauer und rosa Periode, die von 1901 bis 1906 dauert, sind im Museum keine Werke zu sehen (oder zur Zeit nicht gehängt).

 

In Paris entwickelt Picasso danach zusammen mit Georges Braque einen komplett neuen Stil, den >Kubismus.

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Die drei Grazien, 1923. Museo Picasso Malaga.

1923: Die drei Grazien.

Nach dem «Abenteuer Kubismus» hat Picasso Lust auf Klassisches. Dieses grossformatige Bild (200 x 150 cm) orientiert sich an der Antike. Das Motiv stammt aus der griechischen Mythologie und steht für Zauber, Schönheit und Kreativität. Es wurde schon von zahlreichen Künstlern im klassischen Stil verarbeitet; Picasso wählt seine eigene Form: Er malt das Bild in Weiss- und Grautönen und belebt die Figuren mit feinen schwarzen Konturen.

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Le rêve, 1932. Museo Picasso, Malaga.

1932: Marie-Thérèse träumt.

Als Picasso sie kennenlernt, ist sie noch zarte 17, der Meister schon fast 50. «Ich würde Sie gerne malen», spricht er sie sie an. «Ich spüre, dass wir zusammen grosse Dinge tun werden». Marie-Thérèse wird sein Modell und später seine Geliebte, 1935 kommt ihre gemeinsame Tochter Maya zur Welt. Picasso ist fasziniert von der jungen Frau. Sie ist sportlich, hat blonde Haare und ein griechisches Profil, das er in diesem Gemälde voll zur Wirkung bringt.

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Frau im Sessel, 1946. Museo Picasso Malaga.

 

1946: Françoise Gilot, die Blumenfrau.

Es ist seine sechste Lebenspartnerin – er nennt sie «femme-fleur», seine Blumenfrau. Sie haben zwei Kinder zusammen (Claude, 1947, und Paloma, 1949). Das Glück währt nicht ewig. Françoise nervt sich über Pablos Schwäche für Frauen und über seine Aussenbeziehungen und verlässt ihn 1953. Sie ist die einzige Geliebte, die sich vom grossen Meister lossagt. 1964 veröffentlicht sie ihren Bestseller: «Mein Leben mit Picasso».

 

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linolschnitt

Museo Picasso, Malaga.

 

1962: Jacqueline mit Strohhut.

Ab Mitte der 1950er-Jahre beschäftigt sich Picasso auch mit dem Linolschnitt. Für die Ausstellungen des Töpfervereins von Vallauris fertigt er in dieser Technik Plakate. Aber auch Porträts, wie dieses hier von seiner letzten Ehefrau Jacqueline. Die kräftigen Linien heben sich deutlich vom weissen Hintergrund ab, und obwohl sie scharf geschnitten sind, entfalten sie in ihrer Gesamtheit einen erstaunlich lebendigen Gesichtsausdruck.

badende

Museo Picasso, Malaga.

1971: Die Badende.

Picasso ist 90 Jahre alt, als er dieses Bild malt. Es ist ein Grossformat: 100 x 130 cm. In seinen letzten Lebensjahren wohnt er in Mougins – im Hinterland von Cannes, nicht weit vom Meer – und liebt es, solche Freizeitmotive in abstraktem Stil zu malen, vorzugsweise von Kindern und Frauen.

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