Ausstellung «Heisse Sonne, späte Sonne – die
ungezähmten Modernen» in der

Fondation Vincent Van Gogh, 21.4.-28.10.2018

 

Van Gogh und Picasso in Arles.

 

Etwas sehr spät haben die Kunstverantwortlichen von Arles entdeckt, welchen touristischen Schatz ihre Stadt eigentlich zu bieten hätte: VINCENT VAN GOGH als einen der berühmtesten Bewohner. Tatsächlich verbrachte der niederländische Superstar (der er erst heute ist) seine letzten Lebensjahre von 1888-1890 hier im Süden Frankreichs. Und hier schuf er auch seine bekanntesten Werke. Sein berühmtes «gelbes Haus» gibt es nicht mehr, das wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.

 

Dafür gibt es jetzt – erst seit 2014 – in Arles die neue FONDATION VINCENT VAN GOGH. Dort werden nun regelmässig Werke von ihm gezeigt. Allerdings besitzt das Museum selbst kein einziges Bild des grossen Künstlers. Für die Ausstellungen ist man auf die Unterstützung anderer Häuser angewiesen.

 

Die Ausstellung 2018 läuft unter dem Titel «Heisse Sonne, späte Sonne» und versucht, eine Brücke von Van Gogh zu Picasso zu schlagen. Diese Brücke besteht darin, dass man Werke von Picasso zeigt, die in seinen späten Jahren («späte Sonne»), also 1970-1972, kurz vor seinem Tod, entstanden sind. Die meisten stammen aus dem Musée National Picasso, Paris.

 

Die gezeigten Van Gogh Werke hat man von diversen Museen von Avignon bis Rom und von Basel bis Jerusalem geborgt. So ist eine Mischung entstanden, in der sich bekannte und noch kaum je gesehene Bilder ein Stelldichein geben.

 

Die Ausstellung ist angereichert mit Werken von Giorgio de Chirico, Adolphe Monticelli, Alexander Calder, Germaine Richier, Sigmar Polke und weiteren. Und parallel zur Ausstellung ist der – eher Insidern bekannte – englische Moderne Paul Nash zu sehen, der von 1889 bis 1946 lebte.

 

 

vincent van gogh

Vincent van Gogh (1853-1890). Les Tondeurs
de moutons (d'après Millet), 1889. Van Gogh
Museum, Amsterdam.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Vincent van Gogh (1853-1890).

In diesem Bild zeigt der Künstler jenen Zug, mit dem er im Februar 1888 nach Arles reiste. Es heisst «Wagons de chemin de fer» und stammt aus dem selben Jahr. Das Werk ist normalerweise im Musée Angladon in Avignon zu sehen.

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Vincent van Gogh (1853-1890).

Eines seiner typischen Gemälde aus dem Süden Frankreichs: «Champ de blé avec gerbes», 1888. Für die Ausstellung in der Fondation Vincent van Gogh hat es The Israel Museum Jerusalem zur Verfügung gestellt.

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Pablo Picasso (1881-1973).

Ein Bild, das prächtig in die südfranzösische Szene passt, dort ist es auch entstanden: in Mougins. «Tête d'homme au chapeau de paille», Mann mit Strohhut, 1971. Aus dem Musée National Picasso, Paris.

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Adolphe Monticelli (1824-1886).

Es heisst, dass Monticelli für Van Gogh wie ein Bruder oder Vater war. Und dass Monticelli auf van Gogh einen grossen Einfluss hatte. Das Bild «Don Quichotte chargeant les moulins» entstand 1883-1884 in der Umgebung von Marseille. Fondation Vincent van Gogh, Arles.

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Giorgio de Chirico (1888-1978).

Eher bekannt für seine surrealistischen Werke. In diesem «Autoritratto in costume del Seicento» von 1952 zeigt er auch seine Neigung für barocke Selbstbildnisse. Es stammt aus der Galerie Andrea Caratsch, St. Moritz.

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Paul Nash (1889-1946).

Die Fondation Vincent van Gogh zeigt rund 30 Werke dieses – in Grossbritannien besser bekannten – frühen Exponenten der Moderne. Das Bild hier heisst «Solstice of the Sunflower» (Sonnenwende der Sonnenblume) von 1945.
Musée des Beaux-Arts, Ottawa, Kanada.

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